Eels – Hombre Lobo

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Eine erste Assoziation zum neuen Eels-Album geht bis ins Jahr 2001 zurück - nur damals und heute zierte Mark "E" Everetts bärtiges Gesicht selbst das Plattencover. Auch der erste Höreindruck erinnert an "Souljacker". Während sich die ersten vier Scheiben der Band vor allem über den Antagonismus zwischen harmonischen Melodien und tief melancholischen Texten charakterisierten, stellte dieses fünfte Werk einen Einschnitt in der Diskografie dar. An die Stelle zuckersüßer Melodien traten verzerrte Gitarrenspuren, teilweise wichen die depressiven Texte erstmals zumindest verhältnismäßig optimistischen Denkansätzen. Vieles davon findet sich auch auf "Hombre Lobo" wieder. So gut wie jedem anderen Künstler wären der Erfolg und die damit verbunden Erwartungen nach dem Meisterwerk "Blinking Lights And Other Revelations" wahrscheinlich zu Kopf gestiegen. Bei Everett ist man nicht mal sicher, ob sie in seiner eigenen Welt überhaupt ankommen, geschweige denn, ob sie ihn eben interessieren würden. Für "Hombre Lobo", so scheint es, hat sich E zurückgelehnt und einfach mal wieder das gemacht, was er so oft und wahrscheinlich auch gerne tut: nicht den Erwartungen entsprechen. Dabei herausgekommen ist ein vergleichsweise "nur" gutes Album. Man könnte es auch andersrum formulieren: Eine solche Diskografie, in der eine Platte wie diese nicht zwingend ein Highlight darstellt, können nicht viele Bands vorweisen. Gleich der erste Song rumpelt mit der Tür ins Haus, und von den knarzenden Gitarren, dem scheppernden Schlagzeug und dem verzerrten Gesang fühlt man sich ein bisschen an Velvet Underground erinnert. Und dann dieser Bruch, dieser Kontrast, für den man diese Band so mag, "That Look You Give That Guy" eine von diesen Balladen, die E wieder von seiner zerbrechlichen Seite zeigt: "That look you give that guy/ I wanna see/ looking right at me": Everett ist mit dem so seltenen Talent gesegnet, solch banale Dinge auf solch wunderschöne Weise auszudrücken. Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren: Nicht alle Songs der Platte sind Highlights, manch ein Song plätschert ein bisschen vor sich hin, manches wirkt skizzenhaft, fast unfertig. Den Gesamteindruck des Albums stört das aber nie. Und um dem Herrn Everett noch einmal Honig um den Bart zu schmieren: "All The Beautiful Things" ist nicht nur die schönste Ballade des Albums, sondern auch eine der schönsten der Band, ach was, eine der schönsten überhaupt. Sie finden, das klingt übertrieben? So klingt das bei den Eels: "Everyday I wake up and wonder why/ I'm alone when I know/ I'm a lovely guy". Der Untertitel "12 Songs Of Desire" lässt erahnen, worum sich ein Großteil der Songs dreht: Um die Sehnsucht, das Begehren und Verlangen. Dass letzteres bei Everett ein unbefriedigtes ist, überrascht wohl niemanden – und trotzdem klingt die Musik dieses Mal nie, als ob es kein Morgen gäbe. 
© Laut

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Eine erste Assoziation zum neuen Eels-Album geht bis ins Jahr 2001 zurück - nur damals und heute zierte Mark "E" Everetts bärtiges Gesicht selbst das Plattencover. Auch der erste Höreindruck erinnert an "Souljacker". Während sich die ersten vier Scheiben der Band vor allem über den Antagonismus zwischen harmonischen Melodien und tief melancholischen Texten charakterisierten, stellte dieses fünfte Werk einen Einschnitt in der Diskografie dar. An die Stelle zuckersüßer Melodien traten verzerrte Gitarrenspuren, teilweise wichen die depressiven Texte erstmals zumindest verhältnismäßig optimistischen Denkansätzen. Vieles davon findet sich auch auf "Hombre Lobo" wieder. So gut wie jedem anderen Künstler wären der Erfolg und die damit verbunden Erwartungen nach dem Meisterwerk "Blinking Lights And Other Revelations" wahrscheinlich zu Kopf gestiegen. Bei Everett ist man nicht mal sicher, ob sie in seiner eigenen Welt überhaupt ankommen, geschweige denn, ob sie ihn eben interessieren würden. Für "Hombre Lobo", so scheint es, hat sich E zurückgelehnt und einfach mal wieder das gemacht, was er so oft und wahrscheinlich auch gerne tut: nicht den Erwartungen entsprechen. Dabei herausgekommen ist ein vergleichsweise "nur" gutes Album. Man könnte es auch andersrum formulieren: Eine solche Diskografie, in der eine Platte wie diese nicht zwingend ein Highlight darstellt, können nicht viele Bands vorweisen. Gleich der erste Song rumpelt mit der Tür ins Haus, und von den knarzenden Gitarren, dem scheppernden Schlagzeug und dem verzerrten Gesang fühlt man sich ein bisschen an Velvet Underground erinnert. Und dann dieser Bruch, dieser Kontrast, für den man diese Band so mag, "That Look You Give That Guy" eine von diesen Balladen, die E wieder von seiner zerbrechlichen Seite zeigt: "That look you give that guy/ I wanna see/ looking right at me": Everett ist mit dem so seltenen Talent gesegnet, solch banale Dinge auf solch wunderschöne Weise auszudrücken. Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren: Nicht alle Songs der Platte sind Highlights, manch ein Song plätschert ein bisschen vor sich hin, manches wirkt skizzenhaft, fast unfertig. Den Gesamteindruck des Albums stört das aber nie. Und um dem Herrn Everett noch einmal Honig um den Bart zu schmieren: "All The Beautiful Things" ist nicht nur die schönste Ballade des Albums, sondern auch eine der schönsten der Band, ach was, eine der schönsten überhaupt. Sie finden, das klingt übertrieben? So klingt das bei den Eels: "Everyday I wake up and wonder why/ I'm alone when I know/ I'm a lovely guy". Der Untertitel "12 Songs Of Desire" lässt erahnen, worum sich ein Großteil der Songs dreht: Um die Sehnsucht, das Begehren und Verlangen. Dass letzteres bei Everett ein unbefriedigtes ist, überrascht wohl niemanden – und trotzdem klingt die Musik dieses Mal nie, als ob es kein Morgen gäbe. 
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Eine erste Assoziation zum neuen Eels-Album geht bis ins Jahr 2001 zurück - nur damals und heute zierte Mark "E" Everetts bärtiges Gesicht selbst das Plattencover. Auch der erste Höreindruck erinnert an "Souljacker". Während sich die ersten vier Scheiben der Band vor allem über den Antagonismus zwischen harmonischen Melodien und tief melancholischen Texten charakterisierten, stellte dieses fünfte Werk einen Einschnitt in der Diskografie dar. An die Stelle zuckersüßer Melodien traten verzerrte Gitarrenspuren, teilweise wichen die depressiven Texte erstmals zumindest verhältnismäßig optimistischen Denkansätzen. Vieles davon findet sich auch auf "Hombre Lobo" wieder. So gut wie jedem anderen Künstler wären der Erfolg und die damit verbunden Erwartungen nach dem Meisterwerk "Blinking Lights And Other Revelations" wahrscheinlich zu Kopf gestiegen. Bei Everett ist man nicht mal sicher, ob sie in seiner eigenen Welt überhaupt ankommen, geschweige denn, ob sie ihn eben interessieren würden. Für "Hombre Lobo", so scheint es, hat sich E zurückgelehnt und einfach mal wieder das gemacht, was er so oft und wahrscheinlich auch gerne tut: nicht den Erwartungen entsprechen. Dabei herausgekommen ist ein vergleichsweise "nur" gutes Album. Man könnte es auch andersrum formulieren: Eine solche Diskografie, in der eine Platte wie diese nicht zwingend ein Highlight darstellt, können nicht viele Bands vorweisen. Gleich der erste Song rumpelt mit der Tür ins Haus, und von den knarzenden Gitarren, dem scheppernden Schlagzeug und dem verzerrten Gesang fühlt man sich ein bisschen an Velvet Underground erinnert. Und dann dieser Bruch, dieser Kontrast, für den man diese Band so mag, "That Look You Give That Guy" eine von diesen Balladen, die E wieder von seiner zerbrechlichen Seite zeigt: "That look you give that guy/ I wanna see/ looking right at me": Everett ist mit dem so seltenen Talent gesegnet, solch banale Dinge auf solch wunderschöne Weise auszudrücken. Um wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren: Nicht alle Songs der Platte sind Highlights, manch ein Song plätschert ein bisschen vor sich hin, manches wirkt skizzenhaft, fast unfertig. Den Gesamteindruck des Albums stört das aber nie. Und um dem Herrn Everett noch einmal Honig um den Bart zu schmieren: "All The Beautiful Things" ist nicht nur die schönste Ballade des Albums, sondern auch eine der schönsten der Band, ach was, eine der schönsten überhaupt. Sie finden, das klingt übertrieben? So klingt das bei den Eels: "Everyday I wake up and wonder why/ I'm alone when I know/ I'm a lovely guy". Der Untertitel "12 Songs Of Desire" lässt erahnen, worum sich ein Großteil der Songs dreht: Um die Sehnsucht, das Begehren und Verlangen. Dass letzteres bei Everett ein unbefriedigtes ist, überrascht wohl niemanden – und trotzdem klingt die Musik dieses Mal nie, als ob es kein Morgen gäbe. 
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